Kein ewiger Schatten ohne Licht (original Titel)

Kapitel 1: Verschiedene Anfänge für einen Weg. I+II Ein Traum mit plötzlichem Erwachen. Eine angenehme Wärme lag auf Ihrer Haut. Das Licht zog Sie immer mehr in seinen Bann. Es war so hell, dass es Sie blenden müsste. Wie jeden anderen, der auch nur aus Neugier heraus den kleinsten Blick riskierte. Sie jedoch musste hineinsehen. Das Gefühl der Vollkommenheit umhüllte Sie immer mehr, aber nur sie war in der Lage sich vom Licht zu lösen. Wieder und wieder wandte Sie sich um. Einige der Menschen versuchten dem Licht näher zu kommen, trotz der Schmerzen die es bei jedem anderen verursachte. Sie wusste erst würden sie erblinden und dann nach und nach löste sich ihr Innerstes auf. Keiner von ihnen konnte sich dieser Macht entziehen, auch wenn es ihr Leben retten würde. Alles andere um sie herum war vergessen. Es war nur noch wichtig ins Licht zu gehen. Nun wagte Sie sich sogar einmal ganz um zu drehen. Sich so komplett vom Licht zu lösen. Sofort darauf verlor Sie das Gefühl der absoluten Sicherheit. Erst jetzt merkte Sie wieder wie verquollen Ihre Augen, vom vielen weinen, sind. Mehr und mehr drang die Realität in Ihr Bewusstsein zurück, alles wurde wieder klar. Dieser grenzenlose Schmerz, ob es der Schmerz ist den sie fühlen wenn sie von innen heraus vergehen? Nein es musste anders sein, denn Sie war die einzige die sah wie eine ganze Welt untergeht. Keiner von ihnen bekam etwas mit, was nicht mit ihnen selbst zu tun hat. Es tat so unendlich weh, was könnte Sie tun, warum sollte ausgerechnet Sie etwas tun können? Was war bloß los mit Ihr, natürlich wusste Sie was Sie tun könnte. Was ist danach, wird es für alle weitergehen? Einmal tief durchgeatmet und einen Blick auf ihn gerichtet. Seine Augen waren weit geöffnet, völlig schwarz so dass Sie Sich darin sehen konnte. Rote Tränen rannen ihm über das Gesicht, als ob er sein Leben herausweinte. Und sie, warum sie? So etwas Grausames hatte Niemand verdient, doch nun waren sie wenigstens wieder vereint. Die Zeit wurde langsam knapp. So viele Fragen die noch nicht einmal gestellt werden konnten. Es gebe eh keine sicheren Antworten mehr. Es wurde Zeit sich zu entscheiden. Es musste das Richtige sein, denn hier geht es um das Leid aller und noch mehr. Ohne auch nur einen weiteren Gedanken zu verschenken dreht Sie Sich um... Völlig durchnässt von Schweiß schlug Cyra Ihre Augen auf. Sie wunderte Sich nur, dass so ein dummer Traum Ihr Herz so zum rasen bringen konnte. Was war nur mit Ihr? Langsam perlten Schweißtropfen über Ihre zart wirkende helle Haut. Die Tropfen liefen langsam vom Kopf über Ihren schmalen Hals, über Schlüsselbein und über den Ansatz Ihres wohlgeformten Busens bevor sie dann plötzlich im Stoff Ihres Negligees versanken. Ihr langes dunkles Haar haftete an Ihr und umschmeichelte sanft Ihren sinnlichen Körper. Mit der rechten Hand griff Sie Sich ins Gesicht und lies sie bis zum Ansatz der Haare gleiten. Dann mit etwas Schwung zog Sie Sich die Haare aus dem Gesicht und lies Ihren Kopf in den Nacken fallen. Das Mondlicht legte sich auf Ihr Gesicht. Ihre tief roten, sündigen Lippen bewegten sich ohne das auch nur ein Wort zu vernehmen war. Ein paar spitze Zähne blitzten hervor nun sagte Sie "Es ist Vollmond...und es ist verdammt still!!!" Sie warf das Seidentuch von sich und schwang sich aus dem Bett. Jedenfalls wirkte es im ersten Moment wie ein Bett, doch beim genaueren betrachten, auch wenn das Mondlicht nicht alles erhellte, lies es einen gigantischen Stark erahnen. Sie drehte Ihren Kopf hin und her, dabei schien Sie etwas Bestimmtes zu suchen. Für einen normalen Menschen war bei diesem Schummerlicht kaum etwas zu erkennen, doch Sie griff ohne zu zögern in die Richtung eines vage zu erahnenden Sessels. Ihre Sachen musste Sie in der Finsternis nicht ertasten um Sie zwischen die Finger zu bekommen. Wenige Sekunden darauf war Sie auch schon durch eine Tür am dunkelsten Ende des Raumes verschwunden. Nur einen Moment später stand Sie umgezogen im Zimmer und lies die Tür hinter sich offen so das noch etwas Licht in den Raum drang. Zügig ging sie zu dem größten Schrank. Es war verwunderlich das die Schranktüren beim schnellen Aufreizen noch hängen blieben. In ihm waren allerhand Waffen verborgen. An diversen Messern und an einer größeren Axt klebte Blut. Eingetrocknetes wie auch frisches, das noch bis vor kurzem auf den Boden des Schrankes tropfte. Mehrmals griff Sie hinein und verstaute zahlreiche Waffen in Ihrer Kleidung. Als Sie damit fertig war drehte sie sich, um den Raum durch eine zweite Tür zu verlassen. Während Sie den Raum entlang eilte hielt Sie den Kopf gesenkt. Am Ende des Flures griff Sie nach der Klinke und hielt einen Moment inne. Nichts war zu hören, keine Faser Ihres Körpers schien sich zu rühren. Bilder zuckten vor Ihren Augen, viel Blut, Teile von Menschen so viel Leid und Schmerz. Hunderte nein tausende Schreie, doch dieser Eine. Sie riss die Augen auf. Eine Träne rann Ihr über das Gesicht und tropfte von der Wange auf Ihre Hand. Sie umklammerte die Türklinke so fest das sie Ihr ins Fleisch schnitt, so dass etwas Blut auf den Boden tropfte. Sie richtete Sich auf und es schien das sich jede Ihrer Gefühlsregungen von Ihr abblätterte. Sie rieb sich mit der anderen Hand über die Augen, lies die Türklinke nach unten krachen und ging durch die Tür auf die Treppe. Diese war kaum beleuchtet. Die Laterne genau neben dem Eingang flackerte nur ab und zu auf. Alle anderen Straßenlaternen leuchteten nicht einmal für eine Sekunde. So blieb nur der Mondschein in den Sie für einen Augenblick vertieft war und Sich wenn auch nur kurz in ihren Traum zurückversetzt fühlte. Sie löste Sich aus der Erinnerung und ging auf die Straße, wobei Sie Sich immer wieder zum Mond drehen musste. Was war nur anders als sonst?

10.7.12 21:39

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